Die Kunst-Station im Hauptbahnhof ist ein in Deutschland einmaliges Gemeinschaftsprojekt der Städtischen Galerie Wolfsburg und der Deutschen Bahn. Seit 2006 werden hier regelmäßig wechselnde Ausstellungen präsentiert, die den Bahnhof als Ort der Begegnung zwischen Kunst und Öffentlichkeit nutzen.
Wenn ihr den Wolfsburger Hauptbahnhof betrachtet, seht ihr weit mehr als einen Verkehrsknotenpunkt. Das 1957 errichtete Bahnhofsensemble ist ein bedeutendes Zeugnis der Nachkriegsmoderne und steht heute als Kulturdenkmal unter Schutz.
Empfangsgebäude und Bahnsteiganlagen spiegeln den sachlichen, funktionalen Baustil der 1950er Jahre wider – eine Architektur, die von Klarheit, Offenheit und dem Optimismus des Wiederaufbaus geprägt ist. In einer Zeit rasanten Wachstums verkörperte der Bahnhof den Anschluss Wolfsburgs an die großen Verkehrs- und Wirtschaftsströme der jungen Bundesrepublik.
Seine Bedeutung reicht jedoch über die reine Verkehrsfunktion hinaus: Als Eingangstor zur Stadt prägte er das Bild Wolfsburgs für Generationen von Reisenden. Der Erhalt des Ensembles macht den Hauptbahnhof heute zu einem wichtigen Erinnerungsort, an dem sich die Geschichte der jungen Industriestadt und die Architektur ihrer Gründungszeit eindrucksvoll nachvollziehen lassen.
Das auffällige geometrische Bodenkunstwerk des französischen Konzeptkünstlers Daniel Buren als dauerhafte Installation komplettiert dieses Ensemble.
Wenn ihr das großformatige Wandbild am CinemaxX betrachtet, seht ihr eine zeitgenössische Visitenkarte Wolfsburgs. Direkt gegenüber dem Hauptbahnhof gelegen, heißt das Kunstwerk Ankommende mit dem Wort „Willkommen“ in verschiedenen Sprachen willkommen und setzt damit ein sichtbares Zeichen für Offenheit und Vielfalt.
Entstanden ist das Werk in einer Kooperation der Wolfsburg Wirtschaft und Marketing GmbH mit dem Künstler Alee Mojahedi und der VfL-Fußballerin Joelle Wedemeyer. Die farbenfrohe Gestaltung verbindet internationale Botschaften mit markanten Symbolen der Stadt, darunter der Wolf als Namensgeber Wolfsburgs und die Silhouette des Volkswagen-Werks.
So vereint das Wandbild lokale Identität und globale Perspektive in einer modernen Bildsprache. Als Street-Art-Werk im öffentlichen Raum erfüllt es nicht nur eine dekorative Funktion, sondern vermittelt zugleich eine klare Botschaft: Wolfsburg versteht sich als Stadt der Begegnung, der Internationalität und des Miteinanders.
Das Einwanderer-Denkmal „L’Emigrante“ des Bildhauers Quinto Provenziani erinnert an die italienischen Gastarbeiter, die ab den 1960er Jahren nach Wolfsburg kamen, um im Volkswagenwerk zu arbeiten.
Die Bronzeskulptur symbolisiert die Ankunft der italienischen Einwanderer und steht für ihren wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Stadt. Ursprünglich wurde sie am 23. April 2004 im Rahmen der Landesgartenschau im Allerpark neben der Volkswagen Arena aufgestellt. Heute empfängt sie symbolisch die Gäste der Stadt auf dem Bahnhofsvorplatz.
Das phaeno wurde von der international renommierten Architektin Zaha Hadid entworfen, die für ihre futuristische, fließende Formensprache bekannt ist und 2004 als erste Frau den Pritzker-Preis erhielt.
Das Science Center entstand auf Initiative der Stadt Wolfsburg und wurde nach rund vier Jahren Bauzeit am 24. November 2005 eröffnet. Die Idee entwickelte sich Ende der 1990er Jahre, als Wolfsburg ein neues Wissenschaftszentrum als Ergänzung zu Kunstmuseum und Autostadt schaffen wollte. Der damalige Kulturverantwortliche der Stadt, Dr. Wolfgang Guthardt, spielte dabei eine zentrale Rolle.
Das Gebäude gilt als architektonisches Highlight: Es wirkt wie eine futuristische Landschaft, steht auf markanten Betonkegeln und öffnet darunter einen begehbaren Stadtraum. Im Inneren gibt es keine klassischen Museumsräume, sondern eine frei gestaltete Experimentierlandschaft, die Wissenschaft unmittelbar erlebbar macht.
Seit 2020 prägt ein auffälliges Wandgemälde die Fassade der heutigen Programmierschule 42 Wolfsburg. Die Künstlerin Katharina Juliane Kuehne verbindet darin organische und technische Strukturen miteinander.
Die organischen Formen erinnern an ein neuronales Netz, während die technischen Elemente an Platinen oder Produktionsanlagen denken lassen. Die Verflechtung beider Strukturen symbolisiert die Verbindung zwischen Mensch und Technik – ein zentrales Thema des Kunstwerks.
Das Gebäude am heutigen Sarah-Frenkel-Platz war früher das größte Kaufhaus Wolfsburgs: Hertie. Es wurde 1960 im Zuge des Wirtschaftswunders eröffnet und galt lange als Magnet der Innenstadt. Nach der Schließung im Jahr 2003 wandelte sich der Ort zu einem Zentrum digitaler Bildung und Innovation – ein bemerkenswerter Übergang vom Konsumtempel zum Zukunftslabor.
In der Zollstraße findet ihr mehrere Werke unabhängiger Urban-Art-Künstlerinnen und -Künstler. Die unterschiedlichen Gestaltungen zeigen die Vielfalt zeitgenössischer Streetart und machen die Straße zu einer kleinen Freiluftgalerie.
Der Platz ist nach der polnisch-jüdischen Zwangsarbeiterin Sara Frenkel benannt. Sie arbeitete in der Stadt des KdF-Wagens als Krankenschwester und erlebte das Leid der Zwangsarbeiterinnen und ihrer Kinder im sogenannten Kinderheim des Volkswagenwerks aus nächster Nähe.
Den Frauen wurden ihre Neugeborenen unmittelbar nach der Geburt weggenommen und in ein nahe dem Werk gelegenes Heim gebracht, in dem bis Kriegsende viele Kinder an den Folgen unzureichender Versorgung starben. Sara Frenkel setzte sich später mit großem Engagement dafür ein, dass das Schicksal dieser Kinder nicht vergessen wird.
Wenn ihr vor dem Brezelfenster steht, blickt ihr auf ein Kunstwerk, das die Geschichte Wolfsburgs in überraschend einfacher Form verdichtet. Die Granitskulptur trägt den Titel „Rückblick“ und wurde 1988 vom Bildhauer Wolfgang Itter geschaffen.
Ihre Form erinnert an das charakteristische zweigeteilte Heckfenster der frühen Volkswagen-Käfer, das wegen seiner Ähnlichkeit mit einer Brezel als „Brezelfenster“ bekannt wurde. Damit erhebt das Werk ein technisches Detail des Automobilbaus zum Denkmal und verweist auf die enge Verbindung Wolfsburgs mit der Geschichte von Volkswagen.
Der Titel „Rückblick“ lädt zugleich dazu ein, über Erinnerung und Herkunft nachzudenken. Die monumentale Ausführung in Granit verleiht dem Motiv Dauerhaftigkeit und macht das kleine Fenster zu einem Symbol für die kulturellen Wurzeln der Stadt.
Der Kunstpavillon bei Wasabi Sushi wurde im Mai 2026 über den Innenstadtfonds realisiert. Der junge Leipziger Künstler Andreas Linke setzte das Projekt in Kooperation mit dem Verein Junge Kunst e.V. um. Für ihn ist Kunst der Versuch, ein Gefühl auszudrücken, dass sich mit Worten nicht beschreiben lässt.
Initiiert wurde das Vorhaben von den Inhabern von Wasabi Sushi. Die zuvor stark verunstaltete Fassade erstrahlt nun in bunten Farben und Formen und wertet den Außenbereich deutlich auf.
Die Garagenrückwände der Porschestraße 35A, sichtbar von der Kolpingstraße aus, wurden durch das abstrakte Wandbild „Garten 35A“ des Wolfsburger Künstlers Sebastian Roese neu gestaltet.
Das 33 Quadratmeter große Mural ergänzt die Innenstadt um eine weitere Wandmalerei. Die pflanzlich anmutende Komposition nimmt Bezug auf den Ort und soll durch ihre Formen und Farben Freude und Wohlbefinden fördern.
Auch dieses Projekt wurde über den Innenstadtfonds umgesetzt und von der Eigentümerin initiiert.
Auf rund 30 Quadratmetern entstand das abstrakte Wandbild „Aufwärtsspirale“ des Künstlers Sebastian Roese. Dynamische Formen in Lila, Apricot und Grau verleihen dem Werk eine kraftvolle Bewegung.
Es war das erste Projekt, das mit finanzieller Unterstützung des neuen Innenstadtfonds der Wolfsburg Wirtschaft und Marketing GmbH und der Stadt Wolfsburg umgesetzt wurde. Initiiert und beantragt wurde es vom City Marketing und Tourismus Wolfsburg e.V.
Das Wandbild „Waste“ des Wolfsburger Urban-Art-Künstlers KAYMAN ist ein Stencil-Graffiti, das mithilfe von Schablonen und Sprühfarbe entstand.
Zu sehen sind eine Mutter mit ihrem Baby und ein Vater mit seinem Sohn auf den Schultern. Gemeinsam blicken sie zu Heißluftballons auf und symbolisieren Liebe, Verbundenheit und gemeinsam verbrachte Zeit.
Der mehrfach wiederholte Schriftzug „Waste Time. Waste Love. Waste Happiness. Waste Vasopressin.“ unterstreicht die Botschaft des Werkes: Mit positiven Gefühlen soll man nicht sparsam umgehen, sondern sie großzügig teilen.
Wenn ihr vor Peter Lehmanns Wolfsgruppe steht, begegnet ihr einem Kunstwerk, das den Namen Wolfsburgs unmittelbar in eine plastische Form übersetzt.
Die 1981 aufgestellte Bronzeskulptur zeigt sechs Wölfe in unterschiedlichen Haltungen – liegend, sitzend oder auf allen Vieren stehend. Gemeinsam bilden sie einen eindrucksvollen „Wolfschor“, der sein Heulen zum Himmel zu richten scheint.
Lehmann schuf die Tiergruppe bewusst als Symbol für die Stadt und ihre Identität. Durch ihre niedrige Höhe begegnen die Wölfe den Betrachtenden auf Augenhöhe und laden dazu ein, zwischen ihnen hindurchzugehen und ihre unterschiedlichen Charaktere zu entdecken.
Die Aufwertung der Fassaden des Pavillons durch den Künstler Kayman (Darstellung eines Elefanten auf Rot/blauem Hintergrund) vor der City-Galerie erfolgte im Rahmen des Teilprojekts „Kunst in der Porschestraße“ des Sofortprogramms „Perspektive Innenstadt“.
Vor euch befindet sich der noch erhaltene Teil der dreiteiligen Fassadenmalerei „Grünes Trio“ von Sebastian Roese. Das Werk entstand im Rahmen des Projekts KIPS – Kunst in der Porschestraße, an dem 16 Künstlerinnen, Künstler und Kollektive beteiligt waren.
Ursprünglich verteilte sich das über 50 Quadratmeter große Mural auf drei Fassadenflächen. Es griff das Thema Natur und Begrünung im Stadtraum auf und setzte damit einen bewussten Kontrast zur von Architektur, Beton und Verkehr geprägten Innenstadt.
Heute ist nur noch dieser erste Teil erhalten. Der zweite Abschnitt ging durch Abrissarbeiten verloren, der dritte wurde später übermalt. Das Werk erzählt daher nicht nur von den Ideen des Künstlers, sondern auch von der Vergänglichkeit von Kunst im öffentlichen Raum und vom ständigen Wandel der Wolfsburger Innenstadt.
Wenn ihr vor dem Röhrenbrunnen steht, begegnet ihr einem Werk, das Technik, Bewegung und Klang miteinander verbindet.
Der Wolfsburger Künstler Rolf Hartmann schuf die dreiteilige Brunnenanlage 1977 für den Rathausplatz. Aus unterschiedlich langen und strukturierten Bronzerohren entstand eine Konstruktion, die viele an die Pfeifen einer Orgel erinnert und dem Brunnen den Beinamen „Orgel“ einbrachte.
Das Wasser strömt durch zentrale Trägerrohre in die Skulptur, tritt an zahlreichen Stellen wieder aus und kehrt in das kreisrunde Becken zurück. So entsteht ein lebendiges Zusammenspiel aus Wasser, Licht und rhythmischem Klang.
Das Blumenmosaik in der Porschestraße wurde aus Pflastersteinen in den Boden eingelassen. Mit seiner floralen Gestaltung setzt es einen farbigen Akzent im Straßenraum und bringt auf einfache Weise ein Stück Natur in die Innenstadt.
Wenn ihr vor dem Alvar-Aalto-Kulturhaus steht, befindet ihr euch vor einem der bedeutendsten Architekturdenkmäler Wolfsburgs.
Das Gebäude wurde zwischen 1958 und 1962 nach den Plänen des finnischen Architekten Alvar Aalto errichtet und am 31. August 1962 eröffnet. Es zählt zu den wenigen Bauwerken Aaltos in Deutschland und steht heute unter Denkmalschutz.
Ursprünglich vereinte das Kulturhaus Stadtbibliothek, Volkshochschule und Jugendzentrum unter einem Dach - ein bewusstes Zeichen für Bildung, Begegnung und gesellschaftlichen Aufbruch. Charakteristisch sind zum Beispiel die fächerförmig angeordneten Hörsäle, das polygonale Hauptfoyer und die sorgfältige Führung des Tageslichts.
Das Kulturfenster „Ein-Ausblick“ ist ein offenes Ausstellungsformat der Stadt Wolfsburg. Es bringt Kunst und Kultur sichtbar in den öffentlichen Raum und bietet regionalen Künstlerinnen und Künstlern sowie kulturellen Einrichtungen eine niedrigschwellige Präsentationsfläche.
Durch wechselnde Ausstellungen erhalten Besucherinnen und Besucher regelmäßig neue Einblicke in das kreative Schaffen der Wolfsburger Kulturszene. Gleichzeitig fördert das Format die Zusammenarbeit zwischen Kulturinstitutionen, Kunstschaffenden und städtischen Partnern.
Dieses Wandgemälde entstand in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek am Lesegarten. Dem Künstler KAYMAN fiel auf, dass selbst in der Bibliothek nicht mehr ausschließlich Bücher gelesen werden, sondern auch andere Medien genutzt werden.
Aus dieser Beobachtung entwickelte er die Idee, dass Geschichten heute „anders“ gelesen werden. Da das Gebäude denkmalgeschützt ist, bezog er vorhandene Strukturen wie die Wand und die Rankpflanzen bewusst in das Werk ein und schuf so „Die Hüterin der verlorenen Geschichte“.
Die auffällige orangefarbene Plauderbank lädt Passantinnen und Passanten in verschiedenen Sprachen zum gemeinsamen Gespräch ein.
Das Projekt wurde von der Stadt Wolfsburg angeregt und gemeinsam mit der Wolfsburg Wirtschaft und Marketing GmbH umgesetzt. Plauderbänke sollen insbesondere alleinstehenden Menschen die Möglichkeit geben, durch das Hinsetzen Gesprächsbereitschaft zu signalisieren und unkompliziert mit anderen ins Gespräch zu kommen.
Die Enzis wurden ursprünglich für das Wiener MuseumsQuartier entwickelt. Entworfen wurden sie von den österreichischen Architekten Anna Popelka und Georg Poduschka vom Büro PPAG architects.
Die Stadtmöbel dienen zugleich als Bank, Liege, Treffpunkt und informelle Bühne. Aufgrund ihres Erfolgs wurden Enzis in vielen europäischen Städten eingesetzt – auch in Wolfsburg.
Nehmt gerne Platz und ruht euch einen Moment aus, bevor die Rallye weitergeht.
Die auffällige, rote Konstruktion vor dem Kunstmuseum Wolfsburg wird „Koralle“ genannt. Sie bildet das sichtbare Herzstück der neuen Open Area am Hollerplatz.
Die Koralle ist Teil eines offenen Begegnungs-, Lern- und Projektraums, den das Kunstmuseum Wolfsburg gemeinsam mit der Stadt entwickelt hat. Ziel ist es, Kultur nicht nur innerhalb der Museumswände stattfinden zu lassen, sondern einen Ort zu schaffen, an dem Menschen mitdenken, mitmachen und eigene Ideen einbringen können.
Das Kunstmuseum Wolfsburg wurde 1994 im Zentrum der Stadt eröffnet und zählt heute zu den bedeutendsten Häusern für moderne und zeitgenössische Kunst in Deutschland.
Finanziert wird es von der Kunststiftung Volkswagen, was die enge Verbindung zwischen dem Museum und der industriell geprägten Stadt unterstreicht. Architektonisch zeichnet sich das Gebäude durch eine offene, lichtdurchflutete Gestaltung mit einer 16 Meter hohen Ausstellungshalle aus.
Besonders bekannt ist auch der 2007 angelegte japanische Garten im Innenhof, der den kulturellen Dialog zwischen Ost und West symbolisiert.
Die sogenannte „schwarze Schraube“ vor dem Kunstmuseum Wolfsburg ist eine großformatige Skulptur, die an ein überdimensioniertes, gedrehtes Industriebauteil erinnert.
Durch ihre spiralartige Form und die schwarze Oberfläche verweist sie auf die technische Identität Wolfsburgs und die Nähe zum Volkswagenwerk. Gerade der Kontrast zwischen Industrieobjekt und Kunstwerk macht die zentrale Idee dieser Arbeit aus.
Das großformatige Wandbild mit historischen Motiven des VfL Wolfsburg wurde anlässlich des 80-jährigen Vereinsjubiläums im Jahr 2025 gestaltet. Es verbindet sportliche Geschichte mit urbaner Fassadenkunst und erinnert an wichtige Momente des Vereins.
Im Rahmen der Osterralley 2026 wurde durch das Kulturquartier, einem Verein zur Förderung von Kunst, Kultur und öffentlichen Leben am Wolfsburger Südkopf, ein erster Abschnitt des Kulturtunnels realisiert.
Unter Anleitung des Wolfsburger Künstlers Ali Altschaffel gestalteten Kinder die Wand mit verschiedenen farbenfrohen Motiven. Das Projekt verbindet kulturelle Bildung, Beteiligung und kreative Gestaltung im öffentlichen Raum.
Die etwa vier Meter hohe Giraffe aus lackiertem Stahl wurde 2009 aufgestellt. Durch ihre offene, filigrane Konstruktion wirkt sie fast wie eine Zeichnung im Raum.
Die Künstlerin Sina Heffner wollte bewusst einen überraschenden „Störmoment“ im Stadtbild schaffen, der Passantinnen und Passanten zum Hinschauen anregt. Je nach Blickwinkel verändert sich die Wirkung der Skulptur und erzeugt ein spannendes Spiel aus Perspektive, Licht und Schatten.
Das Planetarium Wolfsburg wurde Anfang der 1980er Jahre errichtet und am 1. Dezember 1983 eröffnet.
Seine Entstehung geht auf ein Tauschgeschäft zwischen Volkswagen und der damaligen DDR zurück, durch das ein moderner Sternenprojektor von Carl Zeiss Jena nach Wolfsburg gelangte. Besonders markant ist die seltene Dreiviertel-Kugelkuppel, die aus einer innovativen Stahlbeton-Schalenkonstruktion besteht.
Heute zählt das Planetarium zu den modernsten seiner Art in Europa und verbindet beeindruckende Architektur mit zeitgemäßer digitaler Projektionstechnik.
Die übergroßen grünen Bänke sind Teil eines Stadtentwicklungsprojekts zur Aufwertung der Wolfsburger Innenstadt.
Mit ihrer auffälligen Farbe und ungewöhnlichen Größe fallen sie sofort ins Auge und laden zum Sitzen, Verweilen und Begegnen ein. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen und die Porschestraße als lebendigen Treffpunkt zu stärken.
Bleibt einen Moment sitzen und richtet euren Blick den Berg hinauf. Dort steht das Scharoun Theater Wolfsburg.
Das Gebäude wurde zwischen 1965 und 1973 nach den Plänen des Architekten Hans Scharoun errichtet und gehört zu den architektonisch spannendsten Bauwerken der Stadt. Es folgt dem Prinzip des „organischen Bauens“ – keine starren Formen, sondern ein Gebäude, das sich wie gewachsen anfühlt.
Besonders bemerkenswert ist der asymmetrisch gestaltete Zuschauerraum, der allen Sitzreihen eine gute Sicht auf die Bühne ermöglicht und zugleich eine hervorragende Akustik bietet. Auch von außen wirkt das Theater mit seiner skulpturalen Form wie ein Kunstwerk im Stadtraum.